Blog

Webseiten Speed Optimierung

digicube Geschichten

Ladezeit der eigenen Webseite optimieren 

Die Ladezeit von Webseiten ist ein wichtiger Faktor. 53% der Mobile-Nutzer:innen brechen nach drei Sekunden Ladezeit ab. Die ideale Ladezeit einer Webseite liegt im Bereich von 1-2 Sekunden. Eine langsam ladende Seite ist ein negativer Faktor im Google-Ranking. Die durchschnittliche Webseite lädt im Bereich von ca. 3.2 Sekunden. 

Wieso sollte die Ladezeit der Webseite optimiert werden?
Die Optimierung der Ladezeit hat viele positive Faktoren. Benutzer:innen erwarten, dass aufgerufene Webseiten schnell geladen werden. Gerade wenn Nutzer:innen auf mobilen Geräten teils mit schlechtem Mobilfunknetz unterwegs sind, kann dies zur Herausforderung werden. Schnelle Webseiten sind schlanker und interessanter, da die Webseite direkt die Inhalte lädt und nicht auf sich warten lässt. Webseiten wie google.com, apple.com oder microsoft.com wurden bis ins letzte Detail optimiert, um bestmöglich zu performen.  Lädt eine Webseite lange, sticht uns dies direkt negativ ins Auge. So macht das Web keinen Spass.

Caching 

Nun steigen wir in essenzielle Features ein. Caching speichert oft geladene Webseiteninhalte im Server oder Browser zwischen, damit diese nicht mehr jedes Mal neu abgefragt werden müssen. Jedes gute WordPress-Plugin zur Webseiten-Ladezeitoptimierung bietet die Möglichkeit den Cache zu füllen. Werden Änderungen an der Webseite gemacht muss der Cache der Webseite geleert werden, da sonst alte Versionen noch aus dem Cache geladen werden können und Änderungen dadurch nicht sichtbar sind. Grundsätzlich muss zwischen Client-Side und Server-Side Cache unterschieden werden. Der Server-Cache wird per Plugin gefüllt, der Client-Cache per Browser. Client-Caching wird von jedem modernen Browser unterstützt, dieser speichert beim 1. Laden der Webseite Inhalte im Cache zwischen und ladet diese dann aus dem Cache, wenn die Webseite wieder aufgerufen wird. Server Side Caching muss vom Webseitenbetreiber eingeleitet werden. Dort gibt es mehrere Methoden wie 

  • Page Caching → HTML-Seiten werden zwischengespeichert 
  • Object Caching → Datenbankabfragen-Resultate werden zwischengespeichert 
  • OPcode Caching → PHP wird in OPcode (für den Server lesbar) transferiert und zwischengespeichert 
  • CDN Caching → siehe Bild-Optimierung  

 

Bild-Optimierung: Dateiformat, Lazyloading & CDN 

Bilder machen einen grossen Teil der Webseiten-Grösse aus. Wenn kein Video vorhanden ist, sind die Bilder normalerweise die Elemente, welche am meisten Transferzeiten benötigen. Bilder können durch verschiedene Verfahren verkleinert oder ausgelagert werden. Durch Lazyloading werden Grafiken erst dann geladen, wenn User:innen zur entsprechenden Stelle gescrollt sind – und nicht, wenn sie die Seite aufrufen.  

Kleine Bilder sind sehr wichtig. Die Bildgrösse an Pixeln spielt nicht so eine grosse Rolle, da es um den eigentlichen Speicherplatz geht. Generell sollten Bilder in WordPress nicht mehr als 150KB Speicherplatz brauchen. Damit noch die Qualität erhalten bleibt, empfehlen sich Formate wie .WebP oder tinyjpg 

Ein CDN (Content Delivery Network) verfügt über mehrere Server auf der Welt. Diese sorgen dafür, dass der Inhalt kürzere Strecken zurücklegen muss und sich somit die Ladezeit verkürzt. Dadurch werden alle Dateien auf ein CDN-Network ausgelagert. Dies ergibt Sinn, wenn 

  • Das Hosting nicht in der Nähe der Benutzer:innen liegt 
  • Internationale Inhalte geteilt werden 

Webseiten-Dateien optimieren 

Neben Bildern und Videos werden viele Webseiten-Dateien geladen, die Code beinhalten. Hauptsächlich handelt es sich dabei um CSS und JS Dateien, die von Entwickler:innen geschrieben wurden. Sie stellen sicher, dass die Webseite wie gewünscht erscheint. Auch diese können in der Speichergrösse verkleinert werden, um Ladezeiten zu minimieren. Es kann eine minified Version der Datei – sie beinhaltet keine Kommentare oder Lehrschläge – erstellt werden. Zudem können die vielen einzelnen Dateien zu einer Datei kombiniert werden. So müssen weniger Anfragen an den Server gesendet werden. 

Fazit 

Die Optimierung der Ladezeit einer Webseite kann bis ins kleinste Detail überdacht und verbessert werden. Die oben genannten Punkte gehören zu den wichtigsten und ersten Massnahmen, die spürbare Verbesserungen versprechen. Wer seine Webseite noch weiter optimieren möchte, muss sich genau mit dem Thema «Website Speed Optimization» befassen, was zudem noch verbessert werden könnte. Denn nicht jede Optimierung ist eine gute Optimierung. Dabei können auch Dateien falsch oder gar nicht mehr geladen werden. Darum gilt es die Webseite nach jeder Optimierung ausgiebig zu testen.  

Hierbei gilt es auch zu erwähnen, dass es sehr wichtig ist, die Webseite und die darunterliegende Technologie aktuell zu halten. Dabei muss monatlich auf Updates geschaut werden. 

Bei Interesse an einer ausgeklügelten, detaillierten Optimierung stehen wir Ihnen gerne zur Seite. 

Wir teilen unser Wissen echt gern mit Dir.

Wissen, Blog, News, Geschichten – oder was halt auch immer grad aktuell ist.

Ich bin lernfähig, zeig mir mehr.